教官 | 赤田 |
教科(講座) | 歴史学 |
投稿者 | 金城武 |
投稿日 | 2016年02月15日 |
評価 | 並 |
テスト | 時々あり |
レポート | なし |
出席 | 時々あり |
コメント | Durch die Datenbrille geschaut
Mario Sixtus über die Themenwahl und Produktion von „Operation Naked“
„Operation Naked“ ist ein fiktionaler Film über die Einführung von Datenbrillen und deren Auswirkung auf die Gesellschaft. Regisseur und Autor Mario Sixtus erzählt seinen Film nicht mit konventionellen Bildern, sondern setzt die Geschichte aus kurzen Ausschnitten aus ZDF-Sendungen zusammen. Bei der Collage aus unterschiedlichen Szenen haben rund 15 ZDF-Sendungen und ihre Moderatoren mitgemacht.
Bild
Operation Naked
Quelle: ZDF/Patrick Jasim
Mario Sixtus: '“Operation Naked” hat zwei Hauptpersonen: die Berliner Start-Up-Gründerin Michelle Spark, die eine Datenbrille mit Gesichtserkennung auf den Markt bringen will - und die Technologie selbst, die diese Brille antreibt. Wir erleben in “Operation Naked” zum einen, wie Michelle Spark als Unternehmerin von der Politik und von den Medien gefeiert und umworben wird - zumindest so lange bis kritische Stimmen laut werden und die Stimmung in der Bevölkerung zu kippen droht. Andererseits sehen wir, wie diese Technologie eine Eigendynamik entwickelt, wie sie damit beginnt, die Gesellschaft zu
verändern und sich dabei naturgemäß nicht die Bohne um Politik, Medien oder die Volksmeinung schert - fast so wie ein freigelassener Virus.
Ich bin der festen Überzeugung, dass die Digitalisierung für unsere Gesellschaft und für unser aller Leben noch einige Überraschungen mitbringen wird, an die wir jetzt noch gar nicht denken - weil wir sie uns nicht vorstellen können. Und genau so fest bin ich davon überzeugt, dass dieser Prozess keine Pause- oder gar Stopp-Taste besitzt. Es fängt alles gerade erst an. Der Film “Operation Naked” ist ein Produkt dieser Überzeugung.
Die Geschichte von “Operation Naked” erlebt der Fernsehzuschauer aus der Perspektive eines Fernsehzuschauers. Der Film ist ein TV-Timeline-Forward-Zapping: Er springt auf der Zeitlinie immer weiter nach vorne, durch unterschiedliche Sendungen mit unterschiedlichen redaktionellen Schwerpunkten. Hier hat es mich gereizt, durchzuspielen, wie sich das Fernsehen mit all seinen verschiedensten journalistischen Blickwinkeln und vielfältigen Ansätzen solch einem Phänomen nähert: Die einen Redaktionen interessieren sich hauptsächlich für den Menschen hinter dem Unternehmen, andere beleuchten den wirtschaftlichen Aspekt, wieder andere bieten Skeptikern und Kritikern ein Podium. Das große Bild ergibt sich für jene Zuschauer, die diese verschiedenen Perspektiven für sich
kombinieren und zusammenführen. Wenn man will, kann man “Operation Naked” also auch als Appell an den selbstbestimmten Mediennutzer begreifen.
Wie weit ist die Technologie in der Realität?
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